Elstaler Zeittafel
Nach der Aufnahme des Betriebes des Verschiebebahnhofs Wustermark am 01. Mai 1909 musste Wohnraum für die Eisenbahner geschaffen werden. Mit dem Kreistagsbeschluss von 1913 und dem königlichen Erlass von 1917 fiel die Entscheidung für die Entstehung der staatseigenen Siedlung Elstal. Die Eisenbahnersiedlung Elstal wurde in den Jahren 1919 – 1938 errichtet. Der Name ist aus der kleinen Ansiedlung, dem Vorwerk Elsgrund abgeleitet.

01. November 1918
Bildung des Gutsbezirkes Elstal durch Zuordnung von Flächen aus den Gemarkungen Dyrotz, Hoppenrade, Buchow-Karpzow und Ferbitz mit einer Gesamtfläche von 184 ha
 
01. April 1919
Grundsteinlegung für den Bau der Eisenbahnersiedlung in der Nähe des Bahnhofs.
 
1920
Bezug der ersten Wohnungen in der Eisenbahnersiedlung Elstal, Baubeginn der Schule in der Schulstraße.
 
1920
Errichtung des Bahnbetriebswerks Wustermark mit zwei Ring-Lokschuppen, zwei Drehscheiben, vier Bekohlungsanlagen und einem 56 m hohen Wasserturm.
 
1926
Elstal wird selbständige Kirchengemeinde.
 
30. September 1928
Gründung der Gemeinde Elstal durch Auflösung des Gutsbezirkes; 40ha aus dem Gutsbezirk Dyrotz werden Elstal zusätzlich zugeordnet
 
1930
Bau des Marktplatzes, heutiger Karl-Liebknecht-Platz, mit Geschäftskomplex (Fleischerei, Drogerie, Bäckerei mit Konditorei; Gemüseladen; Kolonialwarenladen; Friseur)
Die Siedlung umfaßt inzwischen 86 Häuserblocks mit 376 Haushalten
 
1932
Erster Elstaler Bürgermeister wird Heinrich Nowack (SPD)
 
1934 - 1936
Bau des Olympischen Dorfes für die XI. Olympischen Spiele vom 01. - 16. August 1936 in Berlin
 
01. Juli 1936
Offizielle Eröffnung des Olympischen Dorfes. Nutzung für die Olympischen Spiele vom 01. August bis 16. August 1936.
 
20. August 1936
Weiternutzung des Olympischen Dorfes durch die Infanterieschule des deutschen Heeres und des 1. Infanterie-Lehr-Bataillons.
 
1936 / 37
Errichtung der Evangelischen Kirche am Marktplatz
Bau der Turnhalle an der Schule
Gärtnerische Gestaltung der Eisenbahnersiedlung von der Bahnmeisterei; 800 Bäume werden gepflanzt und Vorgärten vor den Häusern angelegt
 
Bis 1939
Erweiterung der Anlagen durch Bau von Kasernen und Fliegerhorst. Bau der Gebäude der Stahlhaus-, Scharnhorst-, Steinhaus-, Eulenspiegel-, Kirchsteinsiedlung und am Radelandberg als zweigeschossige Mehrfamilienhäuser zur Unterbringung von Berufssoldaten und ihren Familien.
 
20. April 1945
Bombardierung des Verschiebebahnhofs in einer Breite von 500 m durch die Alliierten - zu ca. 40% zerstört. Zerstört wurden auch die Empfangshalle (Haupttor) des Olympischen Dorfes und Wohnhäuser gegenüber der Sporthalle des Olympischen Dorfes.
 
26. April 1945
Sowjetische Streitkräfte besetzen den Verschiebebahnhof und den Ort Elstal..
 
Juni 1945
Belegung der Kasernen des Olympischen Dorfes und Teile von Elstal durch die Rote Armee.
 
1947
Die Turnhalle der Schule wird durch Brandstiftung zerstört.
 
04. April 1949
Gründung des Kindergartens aufgrund einer Elterninitiative mit 35 Kindern in einem Barackenbau.
 
1951
Das für Bauarbeiter (Bau des Außenring) errichtete Klubhaus wird als “Klubhaus der Eisenbahner” der Öffentlichkeit zugänglich.
 
1952
Neubauten mit 102 Wohnungen entstehen an der Eisenbahnersiedlung - Karl-Marx-Straße.
 
1953
Die Grundschule “Neues Leben” hat 11 Klassen mit 342 Schülern.
 
Juni 1957
Errichtung einer Kinderkrippe durch die Gemeinde Elstal.
 
1963
Umbenennung des Bahnhofes in “Wustermark Rangierbahnhof”
 
24. Oktober 1972
Erster Spatenstich zum Wiederaufbau der abgebrannten Turnhalle zu Klassenräumen.
 
1974
Elstal hat 1.864 Einwohner.
 
1981
Die Grundschule “Neues Leben” wird in eine Polytechnische Oberschule (POS) mit Unterricht bis Klasse 10 umgewandelt.
 
1983
Elektrifizierung und Aufnahme des elektrischen Zugbetriebes zum Rangierbahnhof Wustermark.
 
1984
Der Ernst-Thälmann-Platz wird von der sowjetischen Armee an die Gemeinde übergeben - erste Konversionsmaßnahmen beginnen.
 
1985 -1987
72 Wohnungen am Ernst-Thälmann-Platz werden um- und ausgebaut und bezogen.
 
09. November 1989
Fall der Mauer in Berlin.
 
November 1989
Die Regionalzüge aus Richtung Stendal werden bis Staaken bis zur Bewältigung des hohen Fahrgastaufkommens durchgefahren - die “Ferkeltaxen” sind überfordert. Eine direkte Verbindung nach Spandau besteht noch nicht.
 
03. Oktober 1990
Die Einheit Deutschlands wiederhergestellt
 
01. Juli 1991
Die Sowjetarmee übergibt das gesamte genutzte Gebiet dem Bundesvermögensamt und beginnt mit der Räumung der Kasernen.
 
1991
Die POS Elstal wird zur Gesamtschule Elstal.
 
15. August 1991
Zusammenschluß der Kinderkrippe, des Hortes und des Kindergartens zur “Kindertagesstätte Elstal” (heute: “KITA Sonnenschein Elstal”).
 
Mai 1992
Abzug der letzten russischen Einheit.
 
06. Dezember 1992
Grundsteinlegung des Gewerbegebietes “DEMEX-Park” - 350.000m²
 
1993
Die Eisenbahnersiedlung wird unter Denkmalschutz gestellt.
 
1994
Entwicklung, Erweiterung und Sanierung der bisher militärisch genutzten Siedlungen.
 
24. September 1995
Einstellung des Personenverkehrs am Haltepunkt Wustermark Rangierbahnhof.
 
31. Januar 1996
Schließung der Umladehalle des Rangierbahnhofes.
 
11. April 1996
Grundsteinlegung für das Bildungszentrum des “Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden Deutschlands” (BEFG)
 
02. Juni 1996
Umbenennung des Haltepunktes “Wustermark Rangierbahnhof” in “Bahnhof Elstal”
 
Oktober 1996
Durch das 6. Gemeinde-Neugliederungs-Gesetz werden das Olympische Dorf von 1936 und die Kasernen südlich der B5 der Gemeinde Elstal zugeordnet.
 
28. November 1997
Eröffnung des Bildungszentrums des BEFG.
 
1998
Erstbezug der zu Wohnungen umgebauten Kasernen in der Kiefernsiedlung.
 
24. Juni 1998
Gründung des Vereins Historia Elstal e.V.
 
01. November 1998
Bezug der ersten sanierten Wohnungen auf dem Heroldplatz (Wustermark)
 
1999
In Elstal wohnen ca. 2.000 Einwohner.
 
01. März 1999
Erste Wohnungen in der sanierten Scharnhorst-/ Eulenspiegelsiedlung werden bezogen. Es war vormals von Offiziersfamilien genutzter Wohnraum.
 
Mai 1999
Beginn des Baus des “B5 Factory Outlet Center”.
 
Frühjahr 1999
Fertigstellung des Wanderweges in der Döberitzer Heide
 
01. April 2000
Bezug der aus ehemaligen Kasernen umgewandelten Wohnungen im Radelandberg.
 
September 2000
Eröffnung des Waldkindergartens des BEFG.
 
2000
Eröffnung des “B5 Factory Outlet Center”.
 
25. Juni 2001
Fertigstellung des 4-spurigen Ausbaus der B5 in der Gemarkung Elstal; im Zuge der Baumaßnahmen mußte der unter Denkmalschutz stehende Tunnel zum “Olympischen Dorf von 1936” weichen: an seiner Stelle ist 2002 eine Fußgängerbrücke über die B5 errichtet worden.
 
31. Dezember 2001
Große Teile des “Wustermark Rangierbahnhof” werden stillgelegt.
 
04. Mai 2002
Erstes “Eisenbahnfest” wird durch den Verein “Historia Elstal e. V.” in den ehemaligen Flakhallen an der Hauptstraße organisiert und durchgeführt.
 
16. Juni 2002
Mit einem großen Brückenfest, gestaltet durch den Verein “Historia Elstal e. V.”, wird die Fußgängerbrücke zum Bahnsteig eingeweiht und der “Bahnhof Elstal” wiedereröffnet. Erstmals seit 1995 halten dort wieder Regionalzüge.
 
30. Juni 2002
Elstal hat 2.802 Einwohner
 
31. Dezember 2002
Die Gemeinde Elstal hört auf zu existieren und wird Ortsteil in der neuen Großgemeinde Wustermark.
 
13. September 2003
Ortsfest “75 Jahre Elstal” in und um die Flakhallen.
 
23. Juli 2004
Die Sielmann-Stiftung erwirbt 3500 ha des Naturschutzgebietes Döberitzer Heide. Die Bewirtschaftung übernimmt die neu gegründete Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide gGmbH..
 
11. September 2004
Das Olympische Dorf ist erstmals wieder für Besucher geöffnet..
 
2005
Elstal hat 3200 Einwohner.
 
September 2005
Erster Spatenstich für die Elstaler Kindertagesstätte an der Straße “Unter den Kiefern”.
 
26. Januar 2006
Baubeginn für den Schulerweiterungsbau der Oberschule Elstal.
 
20. April 2006
Eröffnung des Nahversorgungszentrums in Elstal an der Rosa-Luxemburg-Allee.
 
20. Mai 2006
Das Schaugehege der Heinz-Sielmann-Stiftung wird eröffnet.
 
02. September 2006
Erstes DKB-Cup-Finale im Olympischen Dorf mit ca. 10.000 Besuchern.
 
01. Dezember 2006
Freigabe des 2,5 km langen Wanderwegs von Elstal in die Döberitzer Heide über die neue B5-Fußgänger- und Radfahrbrücke.
 
03. Oktober 2007
Eröffnung der neuen kommunalen Kita und der Kita “Kinderland” des Trägers Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde an der Straße “Unter den Kiefern”.
 
01. Juli 2008
Die Firma Rail & Logistik Center Wustermark (RLC) beginnt mit dem Aufbau eines Dienstleistungszentrum für Güterzüge auf dem Gelände des Rangierbahnhofs.
 
12. September 2008
Festveranstaltung zum Jubiläum: 90. Jahrestag des Gutsbezirks Elstal und 80. Jahrestag der Gemeinde Elstal.
 
06. Oktober 2008
Grundsteinlegung für das neue “McArthur Glen Designer Outlet Berlin”.
 
01. Mai 2009
Festveranstaltung zum Jubiläum: 100 Jahre Rangierbahnhof Wustermark.
 
18. Juni 2009
Eröffnung des Norddorfes des neuen “McArthur Glen Designer Outlet Berlin”.
 
02. September 2010
Erweiterung des Designer Outlet Berlin durch das Süddorf.
 
23. Mai 2012
Der Oberschule Elstal wird der Name “Heinz Sielmann Oberschule” verliehen.
 
01. August 2012
Baubeginn für “Karls Erlebnis-Dorf” in der Döberitzer Heide in Elstal.
 
01. Juli 2013
Beginn der Sanierung der Eisenbahnersiedlung durch die “Deutsche Wohnen” mit dem ersten Bauabschnitt in der Schulstraße.
 
September 2013
Das DKB-Cup-Finale im Olympischen Dorf findet zum letzten Mal statt.
 
29. April 2014
Grundsteinlegung für die Erweiterung der Kita “Sonnenschein”, Haus am Teich.
 
01. Mai 2014
Eröffnung von “Karls Erlebnis-Dorf”.
 
12. Dezember 2014
Der Bahnhof Elstal erhält zwei Fahrstühle für einen barrierefreien Zugang zu den Bahngleisen.
 
20. Februar 2015
Übergabe des Erweiterungsbaus der Kita “Sonnenschein”.
 
2015
Elstal hat 3617 Einwohner.
 
01. April 2015
Das Theologische Seminar Elstal erhält offiziell den Status einer Theologischen Hochschule Elstal
 
02. Mai 2015
Einweihung des größten Elstaler Spielplatzes in der Kiefernsiedlung
 
14. Juni 2015
60-jähriges Firmenjubiläum der Firma Schmuck & Uhrenhaus Kunze
 
05. September 2015
Gemeindefeuerwehrtag der Freiwilligen Feuerwehr Elstal und des Fördervereins Feuerwehr Elstal e. V.
 
10. November 2015
Vorstellung des neuen Infrastrukturprojekts (BTC) auf dem Gelände des Rangierbahnhofs Wustermark
 
20. November 2015
DKB startet das Projekt Wohngebiet Heidesiedlung
 
27. November 2015
Notunterkünfte für Asylsuchende im Demex-Park hergerichtet
 
28. Dezember 2015
Gründung des Bahntechnologie Campus Havelland GmbH
 
04. Februar 2016
Die neue Elstaler Begegnungsstätte am Karl-Liebknecht-Platz ist fertig
 
26. Februar 2016
Überarbeitete Planung für Olympisches Dorf vorgestellt. Mit der Firma Terraplan aus Nürnberg steht ein potentieller Investor bereit
 
03. März 2016
Eröffnung der neuen Tafelausgabe des Vereins Nauener Tafel und des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland im Ernst-Walter-Weg 6 (ehemalige Begegnungsstätte Elstal)
 
18. Mai 2016
Beginn der Sanierung der Karl-Marx-Straße
 
06. Juni 2016
Der Allgemeinarzt Alexander Meczulat eröffnet am Karl-Liebknecht-Platz eine Arztpraxis
 
21. Juni 2016
Eröffnung des Jugendclubs im Ernst-Walter-Weg 6 (ehemaligen Begegnungsstätte). Träger ist der Humanistische Freidenkerbund Havelland
 
11. September 2016
Aus Anlass des 80-jährigen Bestehens des Olympischen Dorfes: Tag des offenen Denkmals mit einer Kunstausstellung der DKB-Stiftung
 
29. November 2016
Präsentation des Projekts Heidesiedlung mit 106 bauträgerfreien Grundstücken auf dem 8. Elstaler Weihnachtsmarkt
 
01. Dezember 2016
Bürgermeister Holger Schreiber gibt ein generationsübergreifendes Bewegungsparcour in der Rudi-Nowack-Straße neben der Turnhalle frei
 
12. Dezember 2016
Fördermittel für das Projekt Bahntechnologie Campus Elstal werden bereitgestellt
 
14. Dezember 2016
Gemeindevertreter stimmen dem Kauf des Elstaler Sportplatz-Grundstückes durch den ESV Lok Elstal zu
 
14. Januar 2017
Das Gelände der Adler- und Löwenkaserne ist verkauft worden. Es soll zur Erweiterung von Karls-Erlebnisdorf dienen
 

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